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Jetzt sind wir dran!

Zwei Jahre sollten wir Rücksicht nehmen auf die Infektionsbesorgten, also diejenigen, die Angst vor Covid-19 haben. Zwei Jahre sollten wir die Maskerade feiern. Zwei Jahre sollten wir Lockdowns und Kontaktbeschränkungen ertragen. Zwei Jahre wurden wir zu den sog. Corona-Impfungen genötigt. Zwei Jahre sollten wir anlasslose Tests über uns ergehen lassen. Zwei Jahre sollten wir all das auch noch total super und solidarisch finden (und wehe, wenn nicht!).

Es reicht jetzt! Jetzt sind wir dran.

Es ist an der Zeit, dass auch wir Solidarität einfordern von denjenigen, die das offizielle Corona-Narrativ entweder mit Feuer und Flamme (oder auch nur mit der Faust in der Tasche…) mitgetragen haben – und vieles schweigend mitgemacht haben. Die Infektionsbesorgten haben doch alles bekommen was sie wollten, bis hin zu den Injektionen. Selbst der ärgste Verfechter des noch vorherrschenden Narrativs muss nun jedoch einsehen, dass eine andere Zeit gekommen ist.

Ich fordere Solidarität für all diejenigen, die unter den Corona-Maßnahmen wie ein Hund gelitten haben und auch heute noch leiden. Ich fordere Toleranz gegenüber denjenigen, die keine Maske mehr tragen wollen (… also nicht nur “nicht können”!). Ich fordere Verständnis, dass ich mich nicht mehr anlasslos teste mit giftigen Stäbchen. Ich erwarte, dass man meine Entscheidung zur Nicht-Imfpung bedingungslos respektiert.

Nicht nur im ÖPNV – obwohl selbst im internationalen Flugverkehr die Maskenplicht mittlerweile gefallen ist 1 – lebt das unsägliche Corona-Regiment leider immer noch fort: in manchen Betrieben, öffentlichen Einrichtungen, aber auch in manchen Cafés, so z.B. im “legendären” Schwarzen Café, die allen Ernstes noch an 2G+ festhalten!

Wehren wir uns friedlich dagegen!

Ein paar Ideen:

Erstens:
So müssen wir manche Dinge wirklich nicht mitmachen. Wer will schon in ein muffiges Charlottenburger Café, dessen 80er-Jahre Charme schon längst Schimmelflecken hat, wenn es viel coolere Alternativen gibt? Ich empfehle die Orte, die uns auch in den dunkelsten Zeiten der Ausgrenzung so gut es ihnen gesetzlich möglich war willkommen geheißen haben. Lasst uns solidarisch mit den gebeutelten Menschen und Betreibern sein, die den Umständen entsprechend immer auf unserer Seite waren und sind.

Zweitens:
Wenn wir abhängig beschäftigt sind und es dazu noch einen Betriebs- oder Personalrat gibt, können wir diesem schreiben (es gibt eine Schweigepflicht!), und deutlich machen, dass wir viel mehr sind, als die vielleicht wissen. Dass wir diejenigen sind, die sehr lange auf die Corona-Befindlichkeiten der anderen per Gesetz Rücksicht nehmen MUSSTEN. Dass eine Abschaffung jeglicher Corona-Zwänge NICHT das Gegenteil davon dem bedeutet. Denn: jeder, der mag, kann weiterhin notfalls auch allein im Wald eine FFP-2-Maske tragen. Jeder kann sich täglich dreimal ein scheußliches Wattestäbchen in die Nase stecken. Und jeder kann sich den 4. und 5. Booster abholen. Bitte. Ich will das nicht! Wir haben ebenso ein Schutzbedürfnis als abhängig Beschäftigte vor körperlichen und psychischen Schäden. Das nennt sich Arbeitsschutz.

Drittens:
Das Private ist politisch, wusste schon Carol Hanisch 1970. Wir haben wahrscheinlich noch am meisten Einfluss im privaten Umfeld. Es gibt erkennbar große Lockerungsübungen. Man sieht erfreulicherweise immer mehr Menschen ohne Masken sogar in den noch “verbotenen” Zonen wie S- und U-Bahn. Nutzen wir das! Verstecken sich dahinter möglicherweise auch Zweifler? Kommen wir mit solchen Menschen ins Gespräch! Ich selbst bin in ein solches Gespräch an der Supermarktkasse gekommen. Es muss nur der richtige Moment genutzt werden. Und ja: wir sind viel mehr, als wir denken. Wir können den Zögerlichen Mut machen! Es braucht nicht so viel dazu.

Verstecken wir uns nicht länger! Wir haben auch ein Recht, solidarisch und tolerant behandelt zu werden, da wir auf der Seite der MENSCHLICHKEIT stehen – egal was manche Leitmedien über uns schwurbeln. Die Zeiten werden sich ändern. Ganz sicher.

(Dr. Nikolai Zinke)

Anmerkungen:

1 s. RP Online: EU-Behörden lockern Empfehlung zum Tragen von Masken im Flugzeug

Foto: ©scottiberlin