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Ex libris

Anmerkungen zur Literatur

Nach über zwei Jahren Corona ist die Liste der Bucherscheinungen zum Thema Nummer 1 inzwischen lang. Die unabhängige Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“ veröffentlicht gar eine Top-Ten-Bestsellerliste. Schaut man hingegen in die Sachbuch-Charts des SPIEGEL, schien der Gegenstand, der jeden Tag die Gazetten füllt, in der Literatur zunächst kaum eine Rolle zu spielen. Allein „Corona Fehlalarm?“ von Sucharid Bhakdi und Karina Reis schaffte es auf Platz 2 der Jahresliste 2020 in der Rubrik „Taschenbuch Sachbuch“.
Wirft man einen Blick auf die Titel der vorderen Plätzen, fragt man sich, wer liest solche wichtigen Werke wie: „Älterwerden ist voll sexy“, „Das Kind in dir muss Heimat finden“ oder Barak Obamas „Ein verheißenes Land“? Zurück


Giorgio Agamben: An welchem Punkt stehen wir – Die Epidemie als Politik
Giorgio Agamben (*1942), italienischer Philosoph, Denker, Autor, war von Beginn an der sogenannten Corona-Krise gegenüber kritisch eingestellt. Früh meldete er sich zu Wort, stellte Vergleiche mit der Vergangenheit an und hob beschwörend den Finger, dass die Bedrohung durch das Virus mehr als einen globalen Gesundheitsnotstand darstellt, sondern ebenso die bestehende staatspolitische Krise auf Kosten der Demokratie gefährdet.
Schon stehen sie bereit, die Journalisten von ZEIT, FAZ, Deutschlandfunk und anderen, und tröten unisono das gleiche Lied vom gefallenen, ehemals linken Engel, der mit „kruden“ Thesen den Ausnahmezustand abwenden wolle.

Man bezieht sich hierbei auf ein Werk vom Anfang des Jahrtausends, in dem der Autor davor warnte, dass die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet sind und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt, wenn der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht.
„An welchem Punkt stehen wir?“, fragt der Philosoph nun und setzt sich mit Erscheinungen der aktuellen Krise auseinander. Seine anfängliche Empörung wandelte sich im Verlauf seiner Wortmeldungen in eine tiefe Analyse der neuen politischen Konstellation der „Biosicherheit“. Die Texte in seinem Büchlein sind eine Zusammenstellung von Beiträgen des Sommers 2020, als wir alle kaum erahnen konnten, wo die Reise hingehen würde, was uns erwarten wird.
Seine Analysen von Medizin als Religion, Wahrheit und Lüge, Angst und Furcht, von Biosicherheit und Politik oder des Rechts auf Leben gehen über die enge Bedeutungserfassung von Corona hinaus und sind auch über zwei Jahre nach Beginn der „Pandemie“ erhellend und lesenswert.
„Ein Land, das freiwillig auf sein eigenes Gesicht verzichtet, indem es die Gesichter seiner Bürgerinnen und Bürger allerorts mit Masken verhüllt, ist ein Land, das seine politische Dimension ausgelöscht hat. In diesem leeren Raum, Gegenstand einer beständigen, grenzenlosen Überwachung, bewegen sich voneinander isolierte Individuen, die den Anschluss zum Unmittelbaren, sinnlichen Fundament ihrer Gemeinschaft verloren haben. Sie können nur noch ihre Botschaften an gesichtslose Namen richten.“ (Sc)


Beate Bahner: Corona Impfung – Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten
Beate Bahner gehört zu den Fachanwälten für Medizinrecht der ersten Stunde. Sie gewann in jungen Jahren den Kanzleigründerpreis und verfasste neben ihrer erfolgreichen anwaltlichen Tätigkeit mehrere arztrechtliche Standardwerke. Bahner hatte bereits im April 2020 als eine der ersten Anwältinnen gegen die amtlichen Corona-Maßnahmen beim Bundesverfassungsgericht geklagt. Ihre umfangreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Masernzwangsimpfung ist derzeit noch anhängig. Mit ihrem aktuellen Buch zur Corona-Impfung beschreibt sie das rechtliche Hochrisikogebiet für impfende Ärzte und die damit verbundenen Gefahren für Patienten.

Noch nie wurden Impfstoffe so schnell zugelassen und so wenig getestet. Noch nie wurden genbasierte, experimentelle Substanzen so vielen gesunden Menschen verabreicht. Noch nie gab es so viele Todesfälle und Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Impfung. Und das ist erst die Spitze des Eisberges, denn die Langzeitfolgen könnten noch wesentlich gravierender ausfallen. Das Paul-Ehrlich-Institut, zuständig für die Erfassung von Nebenwirkungen bei Impfschäden, ist mit der Bearbeitung der gemeldeten Verdachtsfälle bereits völlig überlastet. Die medizinischen Risiken für jene, die sich impfen lassen, sind immens. Ebenso die rechtlichen Risiken für impfende Ärzte. Sind die Impfungen wirklich sicher? Überwiegt der Nutzen das Risiko? Das kann niemand sagen. Die Studien laufen noch, die Impfstoffe sind nur vorläufig zugelassen. Wer als Arzt die vorhandenen Risiken verschweigt, verstößt damit nicht nur gegen fundamentale Regeln von Wissenschaft, Medizin und Ethik. Er macht sich unter Umständen sogar wegen Körperverletzung strafbar und riskiert erhebliche Schadensersatzansprüche. Diese Konsequenz können Ärzte nur vermeiden, wenn sie ihre Patienten umfassend und wahrheitsgemäß informieren und beraten.
Beate Bahner, Medizinrechtlerin der erste Stunde, klärt auf: Die Corona-Impfung ist nicht nur ein rechtliches Hochrisikogebiet für impfende Ärzte, sondern birgt auch und vor allem große Gefahren für die Geimpften selbst. Wie dennoch Schäden und Schadensersatzklagen vermieden werden können, skizziert sie in diesem Buch. (Klappentext)


Jörg Becker/ Mira Beham: Operation Balkan – Werbung für Krieg und Tod
Wie man die öffentliche Meinung manipuliert, wissen wir seit 1922, als Walter Lippmann sein gleichnamiges Buch veröffentlichte. Und wie Propaganda in der Realität umgesetzt wird, hat uns Edward Bernays 1928 beigebracht. Sein Essay soll sogar in Goebbels‘ Handbibliothek gestanden haben, heißt es. Regierungen lügen. Sie lügen, um Prozesse anzustoßen und Entscheidungen durchzusetzen, die beim Volk unpopulär sind. Viele der Jahrhundertlügen der Neuzeit sind heute bekannt, sei es der vermeintliche Polenangriff 1939 („Seit 5.45Uhr wird jetzt zurück geschossen!“) oder der „Tonkin-Zwischenfall“ 1964 vor der Küste Nordvietnams. Wir kennen die „Brutkastenlüge“ und die angeblichen Massenvernichtungswaffen des Irak.

Kriege werden angezettelt, unendliches Leid wird über Zivilbevölkerungen gebracht, während multinationale Konzerne den großen Reibach machen und westliche Administrationen, insbesondere die US-amerikanische, ihre Einflusssphären erweitern.
Am konkreten Beispiel des Balkan-Krieges Ende des 20. Jhds. untersuchen Jörg Becker und Mira Beham, wie Kriegspropaganda im Zeitalter der Globalisierung realisiert wird. Sie zeigen die Rolle der NGOs, welche international agierenden PR-Agenturen mit im Boot sind und warum die Journaille kolossal versagt. Die strukturelle Verwandtschaft von Werbung und „Public Relations“, heutiges Schönsprech für Propaganda, wird an der Benneton-Affäre deutlich, als der Mode-Vermarkter 1994 mit der Uniform des erschossenen Soldaten Marinko Gagro Werbebotschaften transportierte. Der weltweite Protest gegen das Foto von Oliviero Toscani spülte klingende Münze in die Kassen von Benneton. Seit Jahrzehnten ist Produktwerbung losgelöst vom eigentlichen Gebrauchswert der Ware.
Die Kriegsparteien engagierten PR-Agenturen, um ihre Intentionen propagandistisch zu begleiten. Das betraf im Übrigen nicht nur die Seite der Nato. Auch Bosnien und Serbien nutzten die Dienste der PR-Consulter. Manche von ihnen „arbeiteten“ für mehrere Parteien gleichzeitig. „Die von den Kriegsparteien engagierten PR-Agenturen arbeiteten im Wesentlichen mit folgenden Elementen, die sie formal und inhaltlich miteinander kombinierten: politische Propaganda, Lobbying, Krisenkommunikation, Medienkommunikation, Informationsmanagment, Issues Managment, Public Affairs, Consulting und Intelligence:“ (S.30) Wir erinnern uns an die mit Pathos vorgetragene Botschaft des ehemaligen Außenministers Joseph Fischer, in Jugoslawien drohe ein zweiter „Holocaust“. Am Ende war es nur ein schlechter Werbegag für den Kriegseintritt Deutschlands.
Mit fortschreitender Digitalisierung hat die werbewirksame Umsetzung der Politik eine neue Qualität erreicht. Allein für „Informations- und Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung des Coronavirus und für die Corona-Schutzimpfung“ standen dem Gesundheitsministerium 2021 295Mio Euro zur Verfügung. AHA, 2G, 3G, „Impfen ist Freiheit“ und derlei Slogans entstehen heute an den Computern der Agenturen. Nicht anders verhält es sich mit der aktuellen Kriegspropaganda zum Ukraine-Krieg. Wer sich dem nicht entzieht, bleibt desinformiert. „Die Führer kommen, die Führer gehen, aber das deutsche Volk, das bleibt doof“, sang einst Gundermann in Abwandlung eines Stalin-Zitats. (Sc)


Christ, Alexader: Coronastaat – Wo Recht zu Unrecht wird, wird Menschlichkeit zur Pflicht
Braucht es im Jahre Drei nach Caramba noch ein Buch zum Thema „C“? Allein beim Rubikon-Verlag sind mehr als ein halbes Dutzend Veröffentlichungen zu dem Sujet zu finden. Nehmen wir Kopp, Westend, Sodenkamp&Lenz und ein paar andere dazu, kann sich der wohlmeinende Selbstdenker ein umfassendes, zugleich alternatives Bild zur Krise machen. Hinzu kommen unzählige Veröffentlichungen auf den einschlägigen Plattformen von apolut bis Nachdenkseiten. Bei der Berliner Zeitung wurde der Selbstdenker öfters fündig und selbst bei etablierten Medien sickert indessen ab und an durch, dass die Corona-Erzählung eventuell etwas anders erzählt werden muss, als es uns Öffentlich-Rechtliche, Politiker und sogenannte Experten seit zweieinhalb Jahren vorbeten.

Nun also „Coronastaat“ von Alexander Christ. Der Titel erinnert ein wenig an Kogons „Der SS-Staat“ oder auch an Henrichs „Der vormundschaftliche Staat“.
Alexander Christ ist Anwalt und ehrenamtlicher Pressesprecher der „Anwälte für Aufklärung“. In dieser Eigenschaft untersucht er die juristische Entwicklung der Zeit, in der vieles auf den Kopf gestellt zu sein scheint. Wie konnte Recht zu Unrecht werden und warum machen so viele Juristen, Richter, Staatsanwälte den Zirkus um eine Mikrobe mit, die noch keiner gesehen hat und die nie, soviel lässt sich inzwischen konstatieren, nie eine Bedrohung in den von Politikern und Journaille heraufbeschworenen Bildern darstellte?
Ausgehend vom philosophischen Ansatz zu Recht und Gerechtigkeit nutzt Christ das Medium Buch dazu, uns die Entwicklung der Judikative und damit im Zusammenhang stehende Gesetzesänderungen und die teilweise hanebüchene Rechtsprechung in Erinnerung zu halten. Er kommt zu dem Urteil, dass die erlassenen Gesetze und Verordnungen nicht nur schlecht sind, sondern auch in ihrer rasanten Änderungsabfolge den Bürger verwirrten und dazu angetan waren, die Schockstarre der Gesellschaft weiter zu verstärken. Die von Montesquieu propagierte Gewaltenteilung befindet sich in Auflösung, die Exekutive wird zur selbstherrlichen und willkürlichen Schaltzentrale für Maßnahmen, die der gesunde Menschenverstand mindestens in Frage stellt. Der wird bei Gericht nicht mehr zugelassen. Die Richter (bis auf wenige Ausnahmen) bis hoch zum Verfassungsgericht schreiben voneinander ab. Selbst Rechtschreibfehler finden sich in Urteilen wieder, die offenbar per copy&paste erzeugt wurden. Beweisaufnahmen oder gar mündliche Anhörungen finden gar nicht erst statt.
Alexander Christ ist nicht nur Jurist, sondern hat überdies Philosophie und Politikwissenschaft studiert und promovierte zum Thema Montesquieu. Und so darf sich der Leser auf einen Text freuen, der alles andere als trockene „Paragraphenklopperei“ beinhaltet. Einfühlsam geht er auf die Situation der Kinder ein und bringt uns manche Absurditäten, wie die Testpflicht für Lohnabhängige, zurück ins Gedächtnis. „Christs ebenso brillante wie tiefgreifende philosophische Analyse ist Weckruf und Anleitung zugleich“, heißt es im Klappentext, die treffende Antwort auf die eingangs gestellte Frage. (Sc)


Jens Fischer Rodrian: Die Armada der Irren – Künstlerischer Widerstand in pandemischer Zeit.
Jens Fischer Rodrian (*1967) gehörte dazu. Er hatte sich einen guten Stand erarbeitet, war bekannt in der Kulturszene als künstlerischer Leiter der Blue Man Group, als jahrelanges Mitglied der Begleitband Konstantin Weckers, als Produzent für Katja Riemann, als Filmkomponist, Poet, Dichter. Er war einer der „Macher“, ohne die bei den verschiedenen Projekten nichts geht und der obendrein über genügend Kreativitätsüberschüsse für eigene Vorhaben verfügte. Und dann kam Corona. Die Theater schlossen, auch das der Blue Man Group, Touren wurden abgesagt, die Kulturszene fuhr auf Null herunter. Fischer Rodrian duckte sich nicht weg, wie die meisten anderen, sondern stellte Fragen, schaute sich die Großdemos von 2020 an und merkte, hier stimmt was nicht.

Seine Entwicklung vom Zweifler zum Aktivisten lässt er uns mitverfolgen in dem Buch Die Armada der Irren. Es handelt sich um Essays und Beiträge, die seit dem März 2020 entstanden und auf verschiedenen Plattformen erschienen waren, flankiert von ergänzenden Bemerkungen. Beredsam durchleuchtet der Autor Erscheinungen in Kunst und Kultur, analysiert den immer enger werdenden Debattenraum und setzt sich mit dem Versagen der „Grünen“, einst seine politische Heimat, auseinander. Zornig wird er, wenn es um den Umgang mit den Kindern geht, aber auch um die Delegitimierung der Maßnahmenkritiker als „Rechtsextreme“, „Nazis“, „Covidioten“. Begeistert begrüßte der Autor „Alles dicht machen“ und beteiligte sich hernach an „Alles auf den Tisch“, Aktionen, die vom Mainstream erwartungsgemäß in den Dreck getreten wurden.
Jens Fischer Rodrian ist Mitglied der Basis. Warum wird ein Künstler Mitglied einer politischen Partei? Er erzählt uns von seinen Hoffnungen, die er mit dieser Bewegung verbindet, und zeigt die Grenzen auf, die er sieht.
Der zweite Teil des Bandes ist den Mitstreitern, den „Übriggebliebenen“ gewidmet. Neben der Aufzeichnung von Gesprächen mit fünf sehr verschiedenen Künstlern, denen er die gleichen Fragen stellte, darf sich der Leser auf Gedichte und Songtexte freuen, deren Interpretationen sich zum Teil auf der mitgelieferten CD „Protestnoten“, einer Anthologie des Widerstands, befinden. Nur wenige haben den Mut, das Maul aufzureißen. Viele Helden von einst sind abgetaucht oder entpuppten sich als Apologeten der Mächtigen (Lindenberg, Niedecken, dieÄrzte). Hier jedoch entwickelt sich eine ganz neue Kulturszene: Nina Adlon, Lüül, Jakob Heymann, Alexa Rodrian, Nina Proll sind nur einige der Namen, von denen man noch hören wird. Sie sind aufgestanden, die Wahrhaftigkeit der Kunst zu verteidigen gegen alle Widerstände und Diffamierungen. Dafür braucht es Kraft und Mut, aber auch Vernetzung mit Gleichgesinnten und wirkliche Solidarität. Und es braucht uns, das Publikum.
„Es ist leicht, in vermeintlich guten Zeiten Missstände anzuprangern. Ob man aber ‚die Fähigkeit hat, Ungerechtigkeit aufs Tiefste zu empfinden‘ (Che Guevara), ob man den Mut aufbringt, gegen den Strom der Mehrheitsmeinung zu schwimmen, zeigt sich immer erst dann, wenn man wirklich etwas zu verlieren hat.“ (S.16) (Sc)


Peter C. Gøtzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korumpiert
Peter C. Gøtzsche (*1949) ist ein dänischer Arzt, der zunächst für Pharma-Unternehmen gearbeitet hatte. Später war er zuständig für klinische Studien, die die Voraussetzung für die Zulassung neuer Medikamente sind. Er kennt die Mechanismen, die Machenschaften und Manipulierungen durch die Pharma-Industrie von innen und rechnet ab. Sorgfältig dokumentiert weist er nach, dass die großen Konzerne jedes Jahr Milliarden Bußgelder zahlen, weil sie Studien fälschen, Gutachter und Politiker bestechen, das Gesundheitswesen korrumpieren. Pfizer, der Konzern, der aktuell den Biontech-Impfstoff vermarktet, zahlte allein im Jahr 2009 2,3 Milliarden US-Dollar wegen Betruges. Das Unternehmen hatte gleich vier Substanzen für nicht zugelassene Anwendungen vermarktet. Bestechungsgelder wurden bezahlt, Ärzte üppig bewirtet.

Doch auch die anderen Player, egal ob Novartis, Glaxo, Sanofi, Roche, AstraZeneca, Johnson&Johnson, selbst kleinere Unternehmen, gehen immer nach den gleichen Mustern vor. Schaut man sich die Beträge an, die an Strafen, Bußgeldern oder Entschädigungen gezahlt werden, wird offensichtlich, dass das zum Geschäftsmodell gehört. Sie sind eingeplant.
Jedes Jahr kommen neue Arzneimittel auf den Markt, Impfstoffe haben aktuell Hochkonjunktur. Aber sind sie nützlich und helfen uns bei unseren Leiden? Gøtzsche nimmt etliche neuere Produkte unter die Lupe, deckt auf dass sie nur teurer, selten besser als bereits am Markt befindliche sind, mit gefährlichen, teils tödlichen Nebenwirkungen. Studien werden manipuliert, mit Pseudo-Fakten auf tausende Seiten künstlich aufgeblasen, dass am Ende der geplagte Zulassungsbeauftragte nur noch das Fazit liest, dass für gewöhnlich das Gegenteil dessen behauptet, was die Studie eigentlich ermittelt hat.
Wir fragen uns, warum folgen viele Ärzte den Maßgaben von Big Pharma, verlassen sich eher auf Laborbefunde als auf ihr medizinisches Urteil, verschreiben auf Teufel komm raus Medikamente, die oft bedenkliche Nebenwirkungen haben? Gerade ältere Menschen sind häufig Opfer dieser Verschreibungswut. Neben den Methoden von Armeen von Pharmareferenten, illegaler Begünstigungen durch luxuriöse „Schulungsreisen“ ist es die Fachpresse, die fast ausschließlich im Sinne der Pharma-Kraken publiziert, deren Anzeigen und vorfinanzierte Sonderauflagen ein einträgliches Geschäft für die Gazetten sind. „Es ist einfach nicht mehr möglich, einem Großteil der veröffentlichten klinischen Forschung zu glauben oder sich auf das Urteil vertrauenswürdiger Ärzte oder angesehener medizinischer Leitlinien zu verlassen.“ resümiert die ehemalige Herausgeberin des New England Journal of Medizin Marcia Angell.
Angesichts der aktuellen Massenimpfungen drängt sich die Frage auf: Glaubt Ihr, die haben sich geändert? (Sc)


Ulrike Guérot: Wer schweigt, stimmt zu – Über den Zustand unserer Zeit und darüber, wie wir leben wollen
Man sah sie in einigen Talkshows und Interviews auf Phoenix, beim ORF und Servus TV. Freilich selten beim Lanz (1x) und erst recht nicht bei Anne Will, den Formaten, die heuer die öffentliche Meinung maßgeblich beeinflussen, wenn nicht gar kreieren. Und man war erstaunt, dass ihre kritische Stimme gehört wurde. Sie war sich nicht zu schade, auch manchen alternativen Medien zur Verfügung zu stehen, so in einem langen Interview zum Buch bei Milena Preradowic. Gerade erst (2021) wurde sie als Professorin für Europapolitik an die Universität Bonn berufen. Hoffentlich bleibt sie es.

Ihr Essay sei ein Schnellschuss, so die Autorin. Ulrike Guérot möchte aufrütteln. Sie warnt vor der Demontage der Demokratie und der damit verbundenen endgültigen Abschaffung der Grundrechte.
Der Text gliedert sich in drei Teile. Der erste beleuchtet den Istzustand in etwa zu Beginn des Jahres 2022. Putin hatte die russischen Soldaten noch nicht losgeschickt und die beginnende Inflation nahm erst langsam, immerhin spürbar, Fahrt auf. Neben dem Versagen der Politik und der Medien skizziert die Autorin das der dritten Gewalt, der Justiz, und der Wissenschaft.
Im zweiten Teil widmet sie sich den Ursachen des Status Quo, setzt sich mit Wahrheit, Wirklichkeitskonstruktion und „Verschwörungen“ auseinander, vertut sich bisweilen beim Terminus „Verschwörung“, wenn sie z.B. davon spricht, dass die Vorhersage der Gefahr einer Impfpflicht noch 2020 als solche bezeichnet worden wäre. Offenbar mag Frau Guérot den Kampfbegriff der CIA „Verschwörungstheorie“ nicht in den Mund nehmen.
Teil Drei, man ahnt es, zeigt auf, wo soll es hingehen, fordert Aufklärung, Aufräumen und eine Rückkehr zu rechtsstaatlichen, vor allem menschlichen Verhältnissen. Die Gesellschaft als Ganzes gehöre auf den Prüfstand, die Rolle der Politiker, der Medien, die Rolle all derer, die für die Inszenierung von Angst und Panik verantwortlich sind. Und sie verweigert die digitale Welt, die Welt der Zuckerbergs, Xi Jinpings, die Welt der QR-Codes, der Abschaffung des Bargeldes oder der ID2020. Die Perversion des allumfassenden Konsumismus, das allgegenwärtige Smartphone, das „schön sein wollen, besser sein wollen, gefallen wollen“ bringt sie zu dem Ausruf: „Kurz, wir kommen einfach wieder zur Vernunft!“
Den eingangs erwähnten „Schnellschuss“-Charakter merkt man kaum. Die kluge Professor:in kann schreiben, logisch. Dies Büchlein ist Lesegenuss.
Allein, das brave Gendern hätte sie sich sparen können, denn die oktroyierte Verkrüppelung der Sprache gehört diskutiert. Gebt den Frauen gleiches Geld, gleiche Rechte, gleiche Chancen, die bedingungslose Selbstbestimmung über den eigenen Körper, gebt ihnen einen Ausgleich für die biologische Belastung des Kinderkriegens, einen freien Tag mehr im Monat und einen früheren Eintritt ins Rentenalter wie bisher in Österreich oder früher in der DDR. Dann braucht es das hässliche Gendern nicht.(Sc)


Gunnar Kaiser: Der Kult – Über die Viralität des Bösen
Gunnar Kaiser, Philosoph und Schriftsteller, ist aus dem erlauchten Kreis der deutschen Intellektüllen ausgestoßen worden. „Wie der Philosoph auf Abwege geraten ist“, titelte die NZZ Ende 2021, und die WELT wirft dem Denker schon im Januar des gleichen Jahres vor: „Gunnar Kaiser hat rote Linien überschritten.“ Interessanter Weise teilten viermal mehr Leser, und man muss beim Online-Portal des Blattes fürs Voting registriert sein, die Meinung des Kommentators Mladen Gladić nicht. 2018 debütierte der studierte Philosoph mit dem Roman „Unter die Haut“, der immerhin in fünf Sprachen übersetzt wurde. Kaiser ist überaus aktiv als Youtube-Blogger und hat die „Corona-Pandemie“ von Beginn an kritisch begleitet, interviewte zahlreiche Persönlichkeiten, die in anderen Medien nicht vorkommen, Künstler, Politiker, Wissenschaftler, und das unvoreingenommen.

Zu seinen Gesprächspartnern gehörten u.a. Wolfgang Wodarg, Prof. Franz Ruppert, Jens Fischer Rodrian und Prof. Max Otte.
Nun meldet sich Kaiser mit einem philosophischen Werk zu Wort, das seine auf Youtube gemachten Aussagen systematisiert und in eine kontextuelle Ordnung stellt. Für ihn ist das Narrativ, dass seit über zwei Jahren unsere Welt auf den Kopf gestellt hat, ein Kult, der Menschen dazu bringt, surreale Handlungen zu vollführen. Vom Masken tragen allein im Wald über das sogenannte „Social Distancing“, das abgeschaffte Händeschütteln, das ständige Desinfizieren derselben, Massentests und Massenimpfungen bis hin zur gelebten Blockwartmentalität vieler Zeitgenossen lassen sich derlei Erscheinungen als kultische Handlungen interpretieren. Unterdessen hat sich die Gesellschaft von jeglicher Evidenz entfernt. „Das Virus ist der unheilige Geist des Kults, mit dem es ihm gelingt, sich unbemerkt in den Köpfen der Menschen festzusetzen und ihre Steuerung zu übernehmen.“ Die „Wissenschaft“ gilt als heilig und hat Götzenfunktionen übernommen, die nicht hinterfragt werden dürfen. Dass zugleich eine riesige Anzahl hochdotierter Wissenschaftler nicht mehr zu Wort kommt, dass Regeln und Anweisungen nur aus einigen wenigen Disziplinen wie der Medizin und der Virologie abgeleitet werden, spielt für die Anhänger des neuen Kultes keine Rolle.
„Nur wenn wir seine Wirkungsweise verstehen und uns philosophisch gegen die Viralität des Bösen wappnen, können wir ein Leben in der Gemeinschaft freier und selbstbestimmter Menschen bewahren, für das es sich zu leben lohnt.“
2022 erkrankte Gunnar Kaiser schwer an Krebs. Wünschen wir ihm, dass er die Krankheit überlebt. Die Welt braucht Menschen wie ihn. (Sc)


Günter Kampf: Corona Maßnahmen – Nutzen, Risiken und Folgen
Streng wissenschaftlich geht Günter Kampf in seinem Sachbuch vor. Prof. Dr. med. Günter Kampf ist wissenschaftlicher Direktor des BODE SCIENCE CENTER in Hamburg und außerplanmäßiger Professor für Hygiene und Umweltmedizin an der medizinischen Fakultät der Universität Greifswald. Nach Aussagen seines Verlages hat er mehr als 210 wissenschaftliche Beiträge in Sachbüchern und Zeitschriften, 44 Buchkapitel sowie fünf eigene Fachbücher veröffentlicht (S.279), darf also als wissenschaftliches „Schwergewicht“ gesehen werden. „Es ist höchste Zeit, das Verleumden und Beleidigen andersdenkender Kollegen zu beenden und strittige Fragen im Sinne der Aufklärung in einem ergebnisoffenen und respektvollen Dialog zu klären“, so die Intention des Autors.

Er fordert im Vorwort die öffentliche Debatte ganz unterschiedlicher Experten, Epidemiologen, Virologen, Soziologen oder Hygieniker, damit sich der Rezipient selbst ein Bild machen könne, welches Argument mehr überzeuge. (S.5)
Auf 276 Seiten (ohne Anhang) untersucht der Mediziner Nutzen und Risiken der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus, die teils von Regierung und Behörden verordnet, teils vom gemeinen Bürger als sinnvoll erachtet werden. Ausgehend von der durch das Sars-Cov-2-Virus ausgelösten Krankheit Covid-19 und den möglichen Übertragungswegen nimmt der Wissenschaftler Infektionsquellen und Nachweismöglichkeiten unter die Lupe und betrachtet die von Politik und Medien unisono geforderten Verhaltensweisen der Bevölkerung kritisch. Der Sinn der Masken wird ebenso behandelt, wie die Gefahr, sich beim Friseur oder beim Bezahlen mit Bargeld anzustecken. Ausführlich wird das Thema Impfen behandelt. Beschrieben werden nach Erläuterungen zum Impfen an sich die zum Zeitpunkt des Erscheinens des Buches am Markt befindlichen Impfstoffe. Im letzten Teil seines Werkes fordert der Autor die Grundwerte unserer Gesellschaft ein, Meinungsfreiheit, Freiheit der Forschung und die Achtung des mündigen Bürgers.
Die einzelnen Kapitel folgen einem ganz bestimmten Muster: Nach der Darlegung des zu behandelnden Gegenstandes folgt die Sichtung der Faktenlage und die Benennung des möglichen Vorteils der jeweiligen Maßnahme und ihrer Risiken. Kernaussagen und wichtige Erkenntnisse des jeweiligen Abschnittes werden in eingerahmten Kästen dargestellt und mit einem Index (☛) versehen. Zur Veranschaulichung stellt der Autor überdies Diagramme und Grafiken zur Verfügung.
Kampf zeigt mit „Coronamaßnahmen“, wie wissenschaftlicher Diskurs aussehen sollte. Sogenannte, „harte Coronaleugner“ werden an mancher Stelle enttäuscht sein, dass nicht alles „Quatsch“ ist, was es an Verhaltensmustern und Vorsorgemaßnahmen gibt. Der beste Schutz gegen Erkältungsviren ist naturgemäß immer noch das Abstandhalten zu Menschen mit Symptomen und das befolgen einer normalen Handhygiene, selten mehr.(Sc)


Naomi Klein: Die Schockstrategie – Der Aufstieg des Katastrophenkapitalismus
Naomi Klein (*1970) ist eine kanadische Journalistin, die in ihren Veröffentlichungen häufig das Gegenteil von dem vertritt, was dem Mainstream als allgemeingültige Wirklichkeitsinterpretation gilt. Sie kritisierte den Irakkrieg, warnte vor den Gefahren der Globalisierung und bezog Stellung gegen die israelische Besatzungspolitik. Ihre Bücher wurden gefeiert, in über 30 Sprachen übersetzt und sie ist gefragte Journalistin, schreibt für den Guardian, Harper’s Magazine, NYT und The Intercept. Aktuell arbeitet Naomi Klein als Professorin für Klimagerechtigkeit an der University of British Columbia.

Bereits 2007 erschien ihr Bestseller „The Schock Doctrine“, der auf Deutsch unter dem Titel Die Schockstrategie bekannt wurde. Zu Beginn der „Pandemie“ galt das Buch als vergriffen. Amazon bot es für 1400(!) Euro an, auf diversen Börsen für gebrauchte Literatur bewegten sich die Preise im 100€-Bereich. Erster Gedanke nach der Lektüre: „Jetzt holen sie sich Europa!“.
Auf 650 Seiten analysiert die Autorin, wie der Neo-Liberalismus sich seit 1973 anschickte, die Welt zu dominieren. Sie vermittelt ein Abbild von Zeitgeschichte, das sich radikal von jenem unterscheidet, das dem Bürger durch Medien und offiziöse Geschichtsschreibung verkauft wird. Seit dem Putsch 1973 in Chile verfahren die Verfechter des Marktradikalismus nach immer dem gleichen Muster. Akute Krisen werden genutzt (Naturkatastrophen, Kriege) oder gar erzeugt (Regimechanges, Putsche, Pandemien), um Entscheidungen in Politik und Wirtschaft durchzusetzen, die unter „normalen“ Bedingungen kaum zu überwindende Widerstände beim Volk auslösen würden. Ganze Gesellschaften werden planmäßig unter Schock gesetzt, das soziale Leben wird lahm gelegt, die Menschen ihrer Existenzen beraubt. Die theoretischen Ursprünge findet Klein bei Milton Friedman (1912-2006), einem Chicagoer Wirtschaftsprofessor, der den Keynesianismus zugunsten der Herrschaft des freien Marktes und des Monetarismus ablehnte.
Anhand von etlichen Beispielen zeigt die Kanadierin, wie es in 40 Jahren Politikgeschichte den „Chicago-Boys“ immer wieder gelang, Volkswirtschaften den Interessen multinationaler Konzerne auszuliefern. Dabei bleiben Wohlstand, Bildung und Sozialsysteme immer auf der Strecke. Die Kindersterblichkeit nimmt zu, das Durchschnittsalter ab. Hunger, Seuchen und Verelendung der Massen sind die Folge. Gerade die seit 2020 angeblich wütende „Corona-Pandemie“ zeigt, dass die Mechanismen wirken. Grundrechte wurden kassiert, die Menschen sich widersprechenden, sinnfreien Maßnahmen unterworfen, Steuergelder werden verschleudert und ganz nebenbei die Rüstungsspirale auf unvorstellbare Ausmaße angeheizt.
Inzwischen wurde dass Werk neu aufgelegt und ist im Buchhandel für 28,-€ zu haben. Nicht gut für die Marktradikalen. (Sc)


Hans-Joachim Maaz: Das gespaltene Land – Ein Psychogramm
Die Menschen in Deutschland haben Angst vor einer Spaltung der Gesellschaft. Über 80 Prozent der Bevölkerung machen sich sehr große bzw. große Sorgen, dass die gesellschaftlichen Gruppen weiter auseinander driften. Auch bei der Frage, was die Gründe dafür sind, setzt sich die Spaltung fort. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz macht in seinem Buch eine zu geringe innerseelische Verankerung der Demokratie dafür verantwortlich. Dass Spaltung und nicht eine reife Form der Auseinandersetzung die politische Bühne prägt, erklärt er aus der tiefen Selbst-Entfremdung großer Teile der west- wie der ostdeutschen Bevölkerung.

Den aktuellen Rechtsruck hingegen hält Maaz nicht für die eigentliche Krankheit unserer Gesellschaft. Vielmehr sieht er in ihm das Symptom einer Spaltung, die tiefer reicht als die herkömmlichen Gegensätze von links und rechts, fortschrittlich und reaktionär, Ost und West, Traditionalismus und Globalismus. Wer etwas gegen die Vertiefung der Spaltung unternehmen will, darf sich nicht auf eine der beiden Seiten schlagen, sondern muss die darin zum Ausdruck kommende Psychodynamik untersuchen und verändern.
Hans-Joachim Maaz, Bestsellerautor und seit über 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psycho-Analytiker, war Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle Er ist ein gefragter Analytiker insbesondere der gesellschaftlichen Befindlichkeiten in Ostdeutschland. (Klappentext)


Rainer Mausfeld: Angst und Macht – Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien
Der Kieler Professor Rainer Mausfeld (*1949), emeritiert 2016, hat sich wiederholt kritisch zu Fragen rund um die repräsentative Demokratie gemeldet. Vielen wurde er durch Vorträge auf Youtube bekannt, aber auch einige kluge Bücher zieren das Alterswerk des umtriebigen Professors. Bis jetzt wurde er in der Presse weitest gehend positiv reflektiert. Freilich spielen seit zwei Jahren kritische Geister wie Mausfeld im deutschen Feuilleton kaum noch eine Rolle. Was man nicht delegitimieren, nicht diffamieren kann, wird eben nicht beachtet. Der Kognitionswissenschaftler ist offenbar eine Nummer zu groß, ihn einfach medial zu schlachten.

Angst und Macht von 2019 ist eine vertiefende Weiterführung des Bestsellers „Warum schweigen die Lämmer“ (2017) und greift sich einen Punkt der Ursachen des Stillhaltens der Masse heraus. Der Autor beschreibt verschiedene Techniken der Angsterzeugung und zeigt auf, wie es der Neoliberalismus immer wieder versucht hat, ganze Gesellschaften durch Angsterzeugung gefügig zu machen, sei es durch Angst vor Terror, Angst vor sozialem Abstieg, Angst vor Katastrophen oder vor Krankheit, vor den Tücken der Globalisierung. Einher geht der Mechanismus mit einer permanenten Desinformation und Propaganda. „In der Entwicklungsdynamik des Neoliberalismus hat die Methode der Diskursvermüllung in den vergangenen Jahrzehnten einen besonders hohen Stellenwert erhalten.“ Durch stetige, staccatoartige Befeuerung sämtlicher Medien, der traditionellen, wie sozialen, mit Pseudonachrichten, die Kopplung von Fake und Fakt, schafft beim Rezipienten Verwirrung und Desillusion. Politische Kommunikation verkommt im Endstadium des Kapitalismus zur „Zerstreuungs- und Unterhaltungsindustrie“.
Die Entwicklung der Gesellschaften seit 2020, das Durchregieren mit immer absurderen Maßnahmen und Verordnungen, bekommt ein Gesicht. Wie schon in „Warum schweigen die Lämmer“ nimmt Mausfeld im Nachfolger „Angst und Macht“ die Ursachen der heutigen Entwicklung vorweg. Jeder, der sich fragt, warum sehen drei Viertel der Menschen das nicht, was wir anderen sehen, dem sei Mausfeld ans Herz gelegt. Es ist vielleicht der letzte Puzzlestein zu einem neuen Weltbild, das mit der medial konstruierten Wirklichkeit nichts gemein hat. (Sc)


Michael Meyen: Die Propaganda Matrix – Der Kampf für freie Medien entscheidet über unsere Zukunft
Der Journalismus ist tot. Mit oder an Corona gestorben, nach langem Siechtum. Schon vorher war die „vierte Gewalt“ schwer krank, hing arbeitsunfähig und durchseucht von Politik am Tropf der Industrie. Das Virus hat dem Patienten nur den finalen Schlag versetzt. Im Untergang bekämpft der Medien-Mainstream alle bis aufs Messer, die seinen Job übernehmen könnten. Es wird verboten, verleumdet, zensiert und gelöscht. Wer die falschen Fragen stellt, wird zum Schweigen gebracht. Michael Meyen sagt: Medienkritik war gestern. Hört auf, die News der Propagandamaschine als Fakes zu entlarven. Schimpft nicht länger auf Tagesschau, Claus Kleber, Spiegel und die Zensurmaschine Google.

Dass wir beständig manipuliert werden, wussten schon die weisen Alten: Edward Bernays, Walter Lippmann, Noam Chomsky. Nun aber ist es an der Zeit, deren Wissen ins Hier und Jetzt zu überführen – um zu verstehen, was gerade geschieht, vor allem aber als Anleitung für die so dringend nötige Medienrevolution. (Klappentext)
»Michael Meyens Buch ist trotz des knalligen Titels vor allem eines: solide Wissenschaft. Der Autor verbindet dabei zwei Qualitäten, die im akademischen Feld Seltenheitswert haben: Er schreibt prägnant, ohne Umschweife und vermeidet zugleich jede Selbstgerechtigkeit. Dieser Stil ist auch den politischen Debatten zu wünschen, die dieses Buch mit seinen brisanten, brandaktuellen Überlegungen hoffentlich anstößt.« (Paul Schreyer)


Albrecht Müller: Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst – Wie man Manipulationen durchschaut
Demokratie klingt schön. Tatsächlich wird sie täglich ausgehöhlt. Wir alle werden ständig bedrängt zu denken, was andere uns vorsagen. Die meisten politischen Entscheidungen werden unter dem Einfluss massiver Propaganda getroffen – von der Agenda 2010 bis zu den neuen Kriegen. Dieses Buch hilft, sich aus dem Gestrüpp der Manipulationen zu befreien.
Albrecht Müller beschreibt gängige Methoden der Manipulation sowie Fälle gelungener oder versuchter Meinungsmache und analysiert die dahintersteckenden Strategien. Es ist an der Zeit, skeptischer zu werden, nur noch wenig zu glauben und alles zu hinterfragen. Es ist Zeit, wieder selbst zu denken. (Klappentext)

Albrecht Müller, Sozialdemokrat, Jahrgang 1938, gehört zum politischen Urgestein in Deutschland. Unter Brandt und Schmidt war er Planungschef im Kanzleramt und saß bis 1994 für die SPD im Bundestag. Seit 2003 ist er Mitherausgeber der NachDenkSeiten, eines der meistgelesenen kritischen Blogs im Internet, so die Wikipedia, die natürlich sofort proklamiert, die Seite sehe sich in letzter Zeit vermehrt des Vorwurfs der Verbreitung von „Verschwörungstheorien“ ausgesetzt. Spätestens hier weiß der aufmerksame Zeitgenosse, er ist genau richtig.
Albrecht Müllers Büchlein setzt sich mit den Mechanismen der Propaganda auseinander. Es deckt Methoden der Manipulation auf und bringt Beispiele, wie in den letzten Jahrzehnten der Sozialstaat sukzessive ausgehebelt wurde, wie die neue Konfrontationspolitik funktioniert, wie sich der Neo-Liberalismus immer weitere Bereiche der Gesellschaft einverleibt und wie die Medien es dennoch schaffen, dem Bürger die Entscheidungen der Politiker und ihrer Hintermänner als gut, richtig und letztlich alternativlos zu verkaufen.
Wer sich auf Müller einlässt, hat die Chance, einen politischen Erweckungsmoment zu erleben. Vorsicht ist geboten, denn das Kippen von Weltbildern kann sehr schmerzlich sein. (Sc)


Ingo Müller: Furchtbare Juristen – Die unbewältigte Vergangenheit unserer Justiz
Ingo Müller (*1942), promovierter Rechtsgelehrter, Autor, zuletzt Rektor der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung in Hamburg, veröffentlichte bereits 1987 sein Werk Furchtbare Juristen, das seinerzeit für Aufsehen sorgte und bis heute als Standardwerk zu einem schwierigen Thema gilt. Die Geschichte der deutschen Judikative aus dem Blickwinkel politischer (Un-)Rechtssprechung vor und während des dritten Reiches und danach in der BRD findet nichts Vergleichbares in der entsprechenden Fachlektüre.
Aus gutem Grund, denn kaum einer sozialen Schicht des faschistischen Deutschland gelang es, derart ungeschoren für millionenfache Verbrechen gegen die Menschlichkeit davon zu kommen. Das Bedrückende daran: Legal und rechtsstaatlich.

Faktenreich mit vielen erschütternden Einzelbeispielen zeichnet der Autor eine Entwicklung nach, die sich wie ein roter Faden seit dem Kaiserreich bis in die 80er Jahre (und möglicherweise bis heute) durch die Historie zieht. Juristen waren stets bestrebt, die Vorgaben der Herrschenden zu erfüllen und überzuerfüllen, insbesondere wenn es darum ging, konservativ-reaktionäre Interessen zu begünstigen und Vertreter demokratischer Bewegungen zu benachteiligen. „Recht ist, was dem deutschen Volke nützt,“ war schon Jahre vor der „Machtergreifung“ der Nazis Grundsatz höchstrichterlicher Rechtsprechung. Ihren grausamen Höhepunkt fand diese Prämisse in der Zeit des Hitlerfaschismus, als tausende Unrechtsurteile für Bagatelldelikte zu unangemessenen Höchst- und Todesstrafen führten. Allein, die Täter blieben in der jungen Bundesrepublik weitestgehend unbehelligt, mehr noch, sie gelangten umgehend wieder in Amt und Würden. Selbst die sie theoretisch begleitenden Vertreter der Jurisprudenz, wie ein Carl Schmitt, konnten im westlichen deutschen Staat weiter wirken, ihre Schüler besetzten wichtige Positionen an den juristischen Fakultäten deutscher Hochschulen und prägten das Rechtswesen bis heute.
Um aktuelle Urteile der letzten Jahre, insbesondere im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen, zu verstehen, ist es hilfreich, sich Müllers „alten Schinken“ hervorzuholen. „Die Justiz des Dritten Reichs bleibt ein unerledigter Fall. Der Volksgerichtshof, Symbol für eine Justiz ohne Recht, war wohl ihr augenfällig brutalster Teil, aber eben doch nur ein Teil.“ (S.285)(Sc)


Flo Osrainik: Das Corona Dossier – Unter falscher Flagge gegen Freiheit, Menschenrechte und Demokratie
Der gebürtige Münchner Flo Osrainik platzierte sich mit Das Corona Dossier in Woche 12/2021 immerhin auf Rang 15 in der Rubrik „Paperback Sachbücher“. Dieser Umstand sagt zwar nichts über absolute Verkaufszahlen aus, denn ähnlich wie die Charts der Musikindustrie ist die Bestsellerliste des „Buchreports“, der meinungsbildenden Fachzeitschrift der Buchbranche, allenfalls ein Abbild der jeweiligen Marktanteile. Freilich ist die Wirkung, die durch derartige, öffentliche Marktanalysen entsteht, nicht zu unterschätzen.

Osrainik, Jahrgang 1976, lebt und arbeitet als freier Journalist in München und Istanbul. Er veröffentlichte seit 2018 drei Sachbücher und publizierte in unabhängigen sowie links gerichteten Medien. Das Geleitwort zum „Dossier“ stammt von Ullrich Mies, der als Publizist und Herausgeber ein scharfer Kritiker der aktuellen politischen Verhältnisse ist. Nach dem durchaus beherzten Prolog, folgt Osrainiks mit nüchterner Zurückhaltung vorgetragener Text. Zuweilen durchbricht der Autor die gebotene journalistische Distanz und kann sich eines ironischen Untertons nicht erwehren. So vermutet er etwa, dass angesichts der Direktive, die Pandemie endete, wenn ein Impfstoff zur Verfügung stehe, und dass in Zukunft hierfür die Impfstoffentwicklung noch effizienter vorangetrieben würde, „bei der Impfallianz GAVI … die Sektkorken nur so geflogen sein (dürften), als das zu Papier gebracht wurde. Schließlich kommt die nächste Pandemie nun sicherer als das Amen in der Kirche.“ (S.160) An anderer Stelle wird beispielsweise vermerkt: „Für Drosten stand ja früh fest, dass die Pandemie nicht vor Ostern 2021 enden wird. Immerhin sah er sich veranlasst, offiziell zu beteuern, dass er am Verkauf der vielen Tests nicht einen Cent verdient. Zumindest nicht direkt.“ (S.150)
Auf 500 Seiten analysiert der Autor unter Auswertung umfangreicher Quellen Entstehung, Hintergründe und Auswirkungen der „Pandemie“. Er durchleuchtet das Agieren der Eliten, legt statistische Mauscheleien des RKI offen, analysiert internationale Verflechtungen hinsichtlich Test- und Impfstrategien sowie wirtschaftliche und psychische Folgen des Lockdown und der Maskenpflicht. Mit geschliffenem Wort und der Fülle an zusammengetragenem Material zeigt der Autor, „dass die von der WHO ausgerufene Pandemie ein gigantisches Betrugsmanöver ist, eine Operation unter falscher Flagge. Niemand kann nach der Lektüre dieses spannenden Werkes behaupten, er oder sie hätte nichts gewusst. Aus dieser Erkenntnis heraus muss der Widerstand erwachsen.“ (Ullrich Mies, S.16)(Sc)


Thomas Röper: Inside Corona – Die Pandemie, das Netzwerk und die Hintermänner
Spätestens seit Paul Schreyers sorgfältiger Recherche „Chronik einer angekündigten Krise“ wissen wir, dass die sogenannte Pandemie nicht zufällig über uns gekommen ist. Und wir wissen, dass die NGOs, Stiftungen, Think Tanks und beteiligten Konzerne sich kaum verstecken. Allein die veröffentlichten Steuererklärungen der Bill&Melinda Gates Foundation zeigen, wo Billie Boy überall seine Finger drin hat. Hunderte Vereine, Firmen, Medien- und Pharmakonzerne, sogar Bildungseinrichten wurden mit Geldgeschenken oft in Millionenhöhe bedacht. Spiegel, RKI, Hirschhausen, Charité sind nur einige Nutznießer der Wohltaten des edlen Spenders, vor dessen Großmachtsabsichten der Spiegel selbst noch 1997 warnte: „Wenn es so weitergeht, gehört Bill Gates bald alles: die Computerindustrie, die Medien, die Banken. Wir müssen diese Monopolisierung verhindern.“ Link

Liest man sich ein in das euphemistische Schönsprech der elitären Protagonisten, wird schnell klar, dass bei allem, was unser gesellschaftliches Leben bestimmt, geostrategische und ökonomische Interessen der Konzerne und ihrer Kumpane in Politik und Medien federführend sind. Wie diese Netzwerke funktionieren, konnte der Zuschauer bereits in einer Satiresendung der „Anstalt“ am 14. April 2014 verfolgen.
Thomas Röper (*1971) sitzt in Petersburg und betreibt die medienkritische WEB-Seite „Anti-Spiegel“. Wiederholt äußerte er sich in Buchform zu brisanten Themen, sei es zur Ukraine-Krise oder zur Vernetzung von Medien, Konzernen und Politik. Eher zufällig begegnete er einem Netzwerk-Spezialisten, er nennt ihn „Mr.X“, der mittels spezieller Software in Sekundenschnelle Verflechtungen, Kommunikationsströme und Zahlungen offen legen kann. Dieser Mr. X wandte sich an den freiberuflichen Journalisten, und gab ihm einen Einblick in seine Ermittlungen. Das Resultat ist derart allumfassend, dass Röper und sein Experte beschlossen, diesen Filz in einem Buch offen zu legen. Aus den Daten geht hervor, dass die „Pandemie“ in mehreren Phasen vorbereitet wurde. Wie schon bei Paul Schreyer anderthalb Jahre zuvor sind es immer die gleichen Akteure, immer die gleichen NGOs, die involviert sind, ganz vorn dabei die Bill&Melinda Gates Foundation, neben Rockefeller, WHO, WEF und etlichen anderen. Die Spuren lassen sich bis in die UNO zur ID2020 Alliance verfolgen. Und die beiden belegen alle ihre Ermittlungen mit Quellen, URLs, die zu den WEB-Seiten führen, die die Kontakte der Strippenzieher offenlegen. Röper ist sich der Vergänglichkeit solcher Quellen bewusst und gibt gleich am Anfang nützliche Tipps, wie man sich die meisten Daten trotzdem erschließen kann.
Man kann dass Ganze als eine riesengroße Verschwörungstheorie abtun und den Buchdeckel zuschlagen. Lässt man sich drauf ein, wird einem schnell bewusst, wenn auch nur die Hälfte der Fakten der Realität entsprechen, dann gnade uns Gott. Zieht man zudem in Betracht, dass wir immer wieder „alte Bekannte“ treffen, die in anderen Publikationen ebenso eine Rolle spielen, dürfen wir uns zumindest auf Einiges gefasst machen.
Angesichts der Akribie und des Umfangs der Recherchen verzeihen wir den Autoren den bisweilen holprigen Stil, der freilich immer dann in einen präzise geschliffenen Duktus wechselt, wenn es ans „Eingemachte“ geht. (Sc)


Thomas Röper: Die Ukraine-Krise 2014 bis zur Eskalation – Wie Russland die große Katastrophe zu verhindeern versucht
Das aktuelle Buch zum Thema: Vom Maidan bis zum Beginn des Krieges. Der „neue Kalte Krieg“, von dem seit 2014 immer wieder die Rede ist, kam nicht von ungefähr. Er hat eine Entstehungsgeschichte und die liegt in den Ereignissen in der Ukraine im Jahre 2014 begründet.
In seinem neu überarbeiteten und ergänzten Buch geht Thomas Röper, der seit fast 20 Jahren in Russland lebt, Russland und die Ukraine sehr gut kennt, die Sprache spricht und mehrere sehr erfolgreiche Bücher veröffentlicht hat, den Ereignissen des Jahres 2014 auf den Grund und verfolgt das Thema bis hin zur Eskalation.

Das Ergebnis ist ein Werk, das auf 688 Seiten und mit fast ebenso vielen Quellenverweisen die Ereignisse des Jahres 2014 chronologisch und bis ins kleinste Detail verfolgt. Außerdem wird in dem Buch analysiert, wie die Medien in Ost und West damals über die jeweiligen Ereignisse berichtet haben.
Wer den Ukraine Krieg verstehen will, sofern man Krieg überhaupt verstehen kann, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Röper beginnt vom Maidan und beleuchtet die Hintergründe die zum Ausbruch des Krieges 2022 führten. War der Maidan ein Volksaufstand oder ein von den USA orchestrierter Regimechange? Was geschah auf der Krim und handelte es sich um eine Annektion durch Russland? Warum kam es zum Bürgerkrieg in der Ukraine, der bis heute fast täglich Menschenleben kostet? Wer hat die malaysische Boeing des Fluges MH17 abgeschossen? Wie ist der Krieg entstanden, war es ein Krieg der viele Väter hatte?
Zu diesen und vielen anderen Fragen und Themen gibt das Buch fundierte, detaillierte und mit überprüfbaren Quellen hinterlegte Antworten.Die Ereignisse des Jahres 2014 beeinflussen unser Leben bis heute und sind der Grund für den „neuen Kalten Krieg“ zwischen Russland und dem Westen. Lesen Sie in diesem Buch in aller Ausführlichkeit, wie es so weit kommen konnte, dass wir uns wieder vor einem atomaren Weltkrieg fürchten müssen. (Klappentext)


Ansgar Schneider/ Klaus-Dieter Kolenda: Generation 9/11 – Die verhinderte Aufklärung des 11. Septembers im Zeitalter der Desinformation
Braucht es wirklich noch ein weiteres Buch zum Thema Nine Eleven? Allzuviel ist schon geschrieben worden. Von Bülow, Wisnewski, Ganser – die Liste der Autoren, die sich zu den Anschlägen auf das World Trade Center geäußert haben, ist lang. Jeder, der sich mit der Thematik kritisch auseinandergesetzt hat, landete mit Hilfe der Wahrheitswächter bei der Wikipedia, diverser Faktenchecker, nicht zuletzt dank der gebetsmühlenartig wiederholten offiziösen Erzählung durch die Leitmedien im Lager der „Verschwörungstheoretiker“, unabhängig davon, wie akribisch und umfassend die Quellenlage seitens des jeweiligen Autors untersucht wurde.

Dass der Terminus einst von der CIA in Umlauf gebracht wurde, um Menschen zu diffamieren, die mit der Ein-Täter-Story in Sachen Kennedy-Mord gewisse Probleme hatten, sei nur am Rande erwähnt. Wer „Die verbotene Wahrheit“ (2002) der Franzosen Jean-Charles Brisard und Guillaume Dasquié gelesen hat, gelangt zu der Überzeugung, dass das, was uns erzählt wird, nicht stimmt.
Generation 9/11 ist denn auch keine X. Analyse der möglichen Geschehnisse des 11. Septembers, sondern vielmehr eine Untersuchung der Mechanismen, wie heutzutage Propaganda funktioniert. Nach einer kurzen Einstimmung durch Erlebnisberichte und die Beantwortung einiger wesentlicher Fragen nebst einer Darstellung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnislage untersucht der zweite Teil des Buches die gesellschaftliche Debatte des Themas und deren erkenntnistheoretische Einordnung. Die Autoren zeigen auf, wie manipuliert wird, setzen sich mit dem Phänomen „Pseudowissenschaft“ auseinander und unternehmen den Versuch einer historischen Einbettung der Ereignisse.
Der Physiker Ansgar Schneider und der Mediziner Klaus-Dieter Kolenda sind auf ihren Fachgebieten kompetente Schwergewichte. Der in Dialogform gestaltete Text rechnet mit den gegenwärtigen Tendenzen der Gegenaufklärung ab, räumt mit Delegitimierungen und Diffamierungen der Apologeten der Regierigen auf und zeichnet ein Bild, wie die Wissenschaft in unserer Zeit arbeiten sollte. Sie fordern für sich die Akzeptanz, dass sie als Mensch, insbesondere als Wissenschaftler, in der Lage sind, sich auch auf Rand- oder Fremdgebieten ein Urteil bilden zu können, erst recht, wenn sie sich in die Thematik eingearbeitet haben. Am Beispiel Rainer Mausfeld wird verdeutlicht, wie die Delegitimierung und Diffamierung durch den journalistischen und wissenschaftlichen Mainstream versucht wird. Als Kognitionswissenschaftler, der die Wahrnehmung von Farben untersuche, habe so eine Person trotz ihres Professorentitels nicht den fachlichen Einblick in gesellschaftliche Zusammenhänge, behauptet z.B. ein Michael Butter, Professor für Amerikanistik, in seinem Buch „Nichts ist, wie es scheint – über Verschwörungstheorien“, weshalb er Mausfeld den Nimbus des V-Theoretikers anheftet. Mit der gleichen herablassenden Borniertheit wird aktuell jeder Mitmensch abqualifiziert, der es wagt, das Regierungsnarrativ in Frage zu stellen. Wer kennt ihn nicht, den ewig gleichen Satz in den Diskussionen seit 2020: „Noch so ein Youtube-Hobby-Virologe!“. (Sc)


Wolfgang Wodarg: Falsche Pandemien – Argumente gegen die Herrschaft der Angst
Angst gefährdet die Gesundheit. Wissen stärkt die Abwehrkräfte gegen Viren, gefährliche Propaganda und Lügen. Bereits bei Schweine- und Vogelgrippe versuchten Pharmakonzerne und Virologen mit falschen Pandemie-Alarmen Millionen Menschen in die Irre zu führen. Der Arzt, Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg vereitelte diese Pläne damals maßgeblich und bezieht auch heute wieder unmissverständlich Position: »Wir erleben zurzeit ein immenses Verbrechen gegen die Menschheit. Offenkundig treibt die Corona-Profiteure nicht die Sorge um die Umwelt und unsere Gesundheit, nicht die Emanzipation oder der Schutz vor Erderwärmung an. Ihre Triebkraft ist, wie schon lange vorher, ihre kranke Gier nach Reichtum, Monopolen und Macht.«

Woran erkennt man eine echte Pandemie? Wann sind Viren gefährlich? Warum eigentlich Masken? Was wissen wir über gentechnische Impfungen? Was geschieht mit unseren Gesundheitsdaten? Wem kann man noch trauen? Wo bleibt die Evidenz der Corona-Krise? Wo ist die Debatte? Was passiert in Heimen und Kliniken? Werden Gesundheitsbehörden missbraucht? Was ist institutionelle Korruption? Wem nützt die aktuelle Pandemie? Sollen über unsere Gesundheit künftig Plutokraten bestimmen? Wer erlaubt es sich, durch Überwachungs- und Verhaltenskontrollen, durch Freiheitsentzug und Zwangsuntersuchungen unser aller Werte und Freiheiten außer Kraft zu setzen? Wer will so eine Kontrollgesellschaft?
Wir spüren schmerzlich, wie uns der Alltag verboten, unser Miteinander gegängelt und unsere Gesundheit in nie dagewesenem Maße getestet, registriert und zum Gradmesser für unsere Freiheiten gemacht wird. Das was Menschen verbindet, wird getrennt. Geld wid gedruckt und an jene verteilt, die mitmachen. Der Mittelstand wird abgeräumt, Großkonzerne übernehmen. Opposition und Rechtsstaat befinden sich in Quarantäne. Wer aufmuckt, dem droht Zensur. Und überall die Angst: vor Mikroben, Mitmenschen, der Staatsgewalt. Ohne Zweifel erleben wir eine historische Krise. Doch wie kam es zu diesem Schock? Sind Demokratie und Menschenrechte jetzt out? Wie können wir sie retten?
„Noch unterdrücken die Pandemisten mit ihrem Einfluss auf alle großen Medien alle Zweifel und lassen jeden kritischen Beitrag löschen. Sie haben mit ihrer aus Geld geborenen Macht die Herrschaft über unser Land übernommen und mit Horrormärchen sowie verfälschten Zahlen und Bildern erreicht, dass viele Menschen Angst bekamen.“ (Klappentext)